bauhaus by bike

Bauhaus Radreise • Weimar-Dessau

Das Versuchshaus am Horn - Bauhaus Weimar 1923

Radreise Weimar-Dessau


Das 1919 in Weimar gegründete und ab 1925 in Dessau berühmt gewordene Bauhaus gilt als Inbegriff der Kunstidee der Moderne und als eine der einflussreichsten Kunstschulen der Welt. Architekten und Gestalter berufen sich bis heute auf die von 100 Jahren entwickelten Ideen. Vorläufer, Nachfolger, Freunde und Feinde der berühmten Schule sowie die kontrovers diskutierten Ideen des Bauhauses beschäftigen die Kunstgeschichte und die Diskussion um Bauen und Gestalten in der modernen Welt bis heute.

 

Die Radreise folgt den Spuren berühmter Künstler durch eine reizvolle, aber gleichsam von den gewaltsamen Umbrüchen der Moderne geprägten Kulturlandschaft. Am Weg liegen historische Städte und Dörfer, aber auch durch Chemie und Kohle geprägte Industrielandschaften. Es gibt viele Gelegenheiten zur Begegnung mit Arbeiten von Künstlern wie Henry van de Velde, Lyonel Feininger und Walter Gropius, aber auch Anlass zur Beschäftigung mit der Kunst und Architektur der Nachkriegszeit und Gegenwart.




Radreise Weimar-Dessau


Individuelle Radreise

Etappenreise

7 Tage / 6 Nächte

Tag 1, Freitag: Weimar ca. 20 km/100 Hm
Tag 2, Samstag: Weimar-Dornburg-Jena ca. 60 km/450 Hm
Tag 3, Sonntag: Jena-Bürgel-Gera ca. 60 km/450 Hm
Tag 4, Montag: Gera-Ronneburg-Altenburg ca. 40 km/300 Hm
Tag 5, Dienstag: Altenburg-Leipzig ca. 60 km/170 Hm
Tag 6, Mittwoch: Leipzig-Leuna-Halle ca. 70 km/230 Hm

Tag 7, Donnerstag:

Halle-Dessau ca. 70 km/210 Hm

465,00 €

Preis pro Person im Doppelzimmer

Einzelzimmerzuschlag: 180 €


Gesamtstrecke:

ca. 380 km / 1.910  Hm

Schwierigkeit:

vorwiegend offizielle Radwege und ruhige Landstraßen, kleine bis mittlere Steigungen

ganzjährig buchbar

Anreise: Freitags (variabel)


Enthaltene Leistungen

Eintritte:

Kombikarte Moderne Weimar (Bauhaus-Museum, Neues Museum, Haus am Horn, Haus Hohe Pappeln, Nietzsche-Archiv)

Kombiticket Historische Bauten Dessau (Bauhausgebäude, Meisterhäuser, Konsumgebäude Siedlung Dessau-Törten)

Übernachtungen:

Sechs Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer in ausgesuchten inhabergeführten Hotels oder Pensionen in Weimar, Jena, Gera, Altenburg, Leipzig, Halle.

Führungen:

Stadtführung per Rad "Das Bauhaus in Weimar", Freitags 16.30 Uhr, ca. 3 Std.

Info-Paket:

Detailliertes Info-Paket zur Tour

Alle notwendigen Karten im Format pdf, gps, Komoot.


Zusätzlich buchbar

Zusätzliche Übernachtungen in Weimar, Leipzig, Halle o. Dessau

Gepäckshuttle

Miet-Pedelecs

Ausdruck des Info-Pakets als Road-Book, geringelt

Download
Bauhaus Radreise 2020
"bauhaus by bike" 2019 individuell.pdf
Adobe Acrobat Dokument 14.4 MB


Kontakt Mail: info@lokaltermin-reisen.de Tel. +49 3643 777210



Die Route im Detail



Tag 1, Freitag : Weimar

Das Bauhaus in Weimar


• Bauhaus Museum Weimar

• Weimar im frühen 20. Jhd.

Das Bauhaus in Weimar

• Henry van de Velde in Weimar

• Wohnhaus Ernst Neufert

• Feininger-Kirche in Gelmeroda

Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet. Henry van de Velde und die Weimarer Malerschule gelten als Wegbereiter, die Bauhaus-Universität als Nachfahre der weltberühmten Schule. Zum Auftakt der Reise geben ein Besuch im neuen Bauhaus-Museum und eine Stadtführung per Rad einen Überblick und Einstieg ins Thema.

Tour: ca. 20 km / 100 Hm

Bauhaus-Universität, Architektur: Henry van de Velde


Tag 2, Samstag : Weimar - Apolda - Dornburg - Jena

Das Bauhaus in Stadt und Land


• Feininger-Kirchen

• Eiermannbau in Apolda

• Bauhaustöpferei in Dornburg

• Dornburger Schlösser

Vorbei an sieben Feininger-Kirchen führt der Weg nach Apolda, Dornburg und Jena. Am Weg liegen das von Egon Eiermann im Stil des Neuen Bauens gestaltete ehemalige Feuerlöschwerk in Apolda („Eiermannbau“) und die ehemalige Keramikwerkstatt des Bauhauses bei den Dornburger Schlössern. Von hier aus genießt man auch einen großartigen Blick über das Saaletal.

Tour: ca. 60 km / 450 Hm

Feininger-Kirche in Gelmeroda


Tag 3, Sonntag : Jena - Bürgel - Gera

Henry van de Velde


• Bauhaus und Moderne in Jena

• Walter Gropius in Jena

• Henry van de Velde in Jena

• Keramik in Bürgel

• Das frühe 20. Jhd. in Gera

• Die Villa Schulenburg in Gera

• Otto-Dix-Haus Gera

Von der dynamischen Entwicklung der Stadt Jena im frühen 20. Jahrhundert zeugen Werke von Theodor Fischer, Walter Gropius, Ernst Neufert und Henry van de Velde und anderen. Der ursprünglich von Hermann Henselmann (1905-95) konzipierte „Jentower“ ist ein Relikt der Städtebaupolitik der DDR.

Mitten im schönen Saale-Holzland liegt die Töpferstadt Bürgel. Seit mindestens 450 Jahren wird hier schon Keramik hergestellt. Das seit 1880 bestehende Museum zeigt, neben traditioneller Keramik, auch Arbeiten aus den Werkstätten von Henry van de Velde und des Bauhauses.

Zur Blütezeit der Stoff- und Tuchindustrie gehörte Gera zu den reichsten Städten in Deutschland. Die von Henry van de Velde gestaltete Villa Schulenburg, das Stadttheater und über 100 bedeutende Stadtvillen zeugen vom bürgerschaftlichen Kunstsinn.

Tour: ca. 60 km / 450 Hm

Ernst Abbe Denkmal in Jena, Architekt: Henry van de Velde


Tag 4, Montag : Gera - Ronneburg - Altenburg

Neue Landschaften und vergessene Industrien


• Dörfer im Altenburger Land

• Neue Landschaft Ronneburg

• Altenburg

• Lindenau-Museum

• Der Maler Gerhard Altenbourg

Das Altenburger Land ist bekannt für seine reizvollen Dörfer und großen Vierseithöfe. Zwischen Gera und Ronneburg befand sich aber auch eines der größten Uran-Abbaugebiete der DDR. Nach der Schließung der Wismut 1990 entstand die „Neue Landschaft Ronneburg“ als ein zentrales Projekt der Bundesgartenschau 2007 und Bestandteil der Rekultivierungsmaßnahmen.

An den Uranbergbau und die Rolle der offiziellen Kunst in der DDR erinnert das jetzt in der freien Landschaft installierte Großbild „Die friedliche Nutzung der Kernenergie“ (1972-74) von Werner Petzold.

Mit Altenburg erwartet Sie eine der geschichtsträchtigsten Städte Deutschlands. Das 1845 vom Minister und Mäzen Bernhard August von Lindenau für seine Sammlungen gegründete Lindenau-Museum beherbergt neben einer großartigen Sammlung früher italienischer Malerei auch eine interessante Sammlung von Kunst des 20. Jahrhunderts und eine der weltweit größten Werkbestände des Malers Gerhard Altenbourg (1926-1989

Tour: ca. 40 km / 300 Hm

Paul Klee, Die Heilige vom innern Licht,1921, im Lindenau Museum Altenburg


Tag 5, Dienstag : Altenburg - Leipzig

Das neue Berlin


• Leipziger Neuseenland

• Architektur + Kunst in Leipzig

• Grassi Museum

• Museum der bildenden Künste

Der Tagebau hat auch die Landschaft zwischen Altenburg und Leipzig geprägt. Seit den 90ger Jahren entstand hier, zwischen weiterhin aktiven Kohlefeldern, die Bergbaufolgelandschaft des Leipziger Neuseenlands.

Leipzig gilt als die dynamischste Stadt im mitteldeutschen Raum und als „Neues Berlin“. Eine große Tradition haben die Hochschule für Grafik und Buchkunst und die durch Maler wie Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke und Neo Rauch geprägte „Leipziger Schule“. Die Baumwollspinnerei, das Museum der bildenden Künste, das Grassi Museum und die Galerie für Zeitgenössische Kunst sind die bekanntesten Anlaufpunkte für Kunstliebhaber.

Tour: ca. 60 km / 170 Hm

Leipzig, Baumwollspinnerei


Tag 6, Mittwoch : Leipzig - Leuna - Halle

Die andere Tradition


• Schkopau

• Bad Dürrenberg

• Plasikpark Leuna

• Willi Sitte in Merseburg

• Halle-Neustadt

• Museum Moritzburg, Halle

• Burg Giebichenstein, Halle

Auf dem Weg von Leipzig nach Halle bietet der 1962 von der Galerie Moritzburg eingerichtete Plastik-Park bei Leuna einen repräsentativen Einblick in die Bildhauerkunst und die offizielle Kunstvorstellung der frühen DDR. In dem durch seinen Dom bekannten Städtchen Merseburg widmet sich seit 2006 eine Galerie dem Werk des Hallenser Malers Willi Sitte (1921-13).

Für die Arbeiter der Chemiewerke bei Leuna wurde ab 1963 unter Leitung der Richard Paulick (1903-79) Halle-Neustadt gebaut. Paulick war 1927/28 Assistent von Walter Gropius in Dessau und dort Architekt des Stahlhauses.

Das 2010 von Nieto Sobejano Arquitectos umgebaute Kunstmuseum Moritzburg gehört heute zu den schönsten Kunstmuseen Deutschlands. Seine Sammlung geht auf eine 1885 gegründete Initiative der Stadt Halle zurück. Schon früh lag hier ein Schwerpunkt der Ankaufpolitik auf der zeitgenössischen Kunst. Lyonel Feininger realisierte im Auftrag der Stadt die berühmte Serie der Halle-Bilder. Neben der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts zeigt die Moritzburg heute auch ein facettenreiches Bild der Kunstlandschaft der DDR. Seit 2004 beherbergt das Museum den bildkünstlerischen Nachlass von Einar Schleef (1944-2001).

Mit der Burg Giebichenstein entstand schon Jahre vor der Gründung des Bauhauses eine Kunstgewerbeschule, die später wegen ihrer Betonung von Handwerk und Materialbeherrschung oft als Alternative und Gegenspielerin des Bauhauses verstanden wurde. Mit dem Neubeginn des Bauhauses 1925 in Dessau wechselte eine Reihe von Bauhäuslern, darunter Gerhard Marcks, an die seit 1915 von Paul Thiersch aufgebaute Schule in Halle.

Tour: ca. 70 km / 230 Hm

Kunstmuseum Moritzburg in Halle


Tag 7, Donnerstag : Halle - Dessau

Das Bauhaus in Dessau


• Das Bauhaus in Dessau

• Die Meisterhäuser

• Das Bauhausgebäude

• Siedlung Törten

• Halle - Kunst und Architektur

Nach Weimar ist Dessau der zweite zentrale Ort der Bauhaus-Tour. Nach dem Umzuge des Bauhauses 1925 entstanden hier mit dem Bauhausgebäude, den Meisterhäusern, dem Arbeitsamt und der Siedlung Törten berühmt gewordene Ikonen der frühen Moderne.

Tour (direkter Weg über Mosigkau): ca. 51 km / 140 Hm

Bauhausgebäude in Dessau

Halle - Dessau über Bitterfeld-Wolfen:


• Bitterfeld nach 1990

• Chemiestadt Wolfen

• Großer Goitzschesee

Die von der Chemieindustrie geprägte Region um Bitterfeld bildet den Hintergrund für den 1959 mit der 1. Bitterfelder Konferenz formulierten „Bitterfelder Weg“, kulturpolitisches Ideal und Dogma der staatlichen Kulturpolitik der 60ger Jahre.

Tour: ca. 70 km / 210 Hm

(38 km ab Bitterfeld / Teilstrecke Halle-Bitterfeld mit der Bahn)



Abreise, Verlängerung oder Rückfahrt nach Weimar



mögliche/r Abstecher/Verlängerung

Wörlitz und Ferropolis


• Ferropolis, die Stadt aus Stahl

• Schloss Oranienbaum

• Wörlitzer Gartenreich

Die „Ferropolis“ genannte Sammlung riesiger Abraumbagger bei Gräfenhainichen dient als Museum und Veranstaltungsort und erinnert an die Zeit des Tagebaus.

 Das Schloss Oranienbaum und der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geschaffene Wörlitzer Park sind Teil des zum UNESCO Welterbe gehörenden „Dessau-Wörlitzer Gartenreichs“. Mit seinen Gartenanlagen folgte Fürst Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817) den modernsten Ideen seiner Zeit.

Schloss Wörlitz


Rad & Bahn: In Thüringen und Sachsen-Anhalt können Fahrräder in den Regionalbahnen kostenlos mitgenommen werden. Auf vielen Strecken fahren Niederflurbahnen. So ist das Ein- und Aussteigen auch mit den etwas schwereren Pedelecs gut zu bewältigen.


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