Radreise 2020 "bauhaus by bike" -1- Etappenreise


DIe Meisterhäuser in Dessau

Etappenreise von Weimar nach Dessau

Fahrradreise - Angebot für individuell Reisende

Am 1. April 1919 wurde in Weimar das Bauhaus gegründet. Vielen gilt die Schule als eine Wiege der Moderne und Beginn einer neuen Zeitrechnung. Architekten, Künstler und Gestalter berufen sich auf die von 100 Jahren entwickelten Ideen. Vorläufer, Nachfolger, Freunde und Feinde der immer auch kontrovers diskutierten Schule beschäftigen die Kunstgeschichte und die Diskussion um Bauen und Gestalten bis heute.

Gerne organisieren wir eine Bauhaus-Reise nach Ihren individuellen Vorstellungen.


Telefon: +49 3643 777210

Im Detail



Etappenreise: 7 Tage / 6 Übernachtungen

Gesamtstrecke:  ca. 380 km / 1.910 Hm

Stationen der Reise:

Tag 1: Weimar

Tag 2: Weimar - Jena

Tag 3: Jena - Gera

Tag 4: Gera - Altenburg

Tag 5: Altenburg - Leipzig

Tag 6: Leipzig - Halle

Tag 7: Halle - Dessau


Schwierigkeit:

Vorwiegend offizielle Radwege und ruhige Landstraßen

Kleine bis mittlere Steigungen

Bahn&Bike:

Es gibt viele Bahnhöfe unterwegs. Teilstrecken können mit der Regionalbahn zurückgelegt werden.

Ganzjährig buchbar

Anreise: Freitags (variabel)



465,00 €

Preis pro Person im Doppelzimmer

Einzelzimmerzuschlag: 180 €


Die Etappen



Tag 1: Weimar

Das Bauhaus in Weimar


Das Haus am Horn in Weimar

Tour: ca. 20 km / 100 Hm

• Bauhaus Museum Weimar

• Weimar im frühen 20. Jhd.

Radtour: Bauhaus Weimar

• Henry van de Velde

• Wohnhaus Ernst Neufert

• Feininger-Kirche Gelmeroda

Das "Staatliche Bauhaus" wurde 1919 in Weimar gegründet. Henry van de Velde und die Weimarer Malerschule gelten als Wegbereiter, die Bauhaus-Universität als Nachfahre der weltberühmten Schule. Zum Auftakt der Reise geben ein Besuch im neuen Bauhaus-Museum und eine Stadtführung per Rad einen Überblick und Einstieg ins Thema.



Tag 2: Weimar - Jena

Das Bauhaus in Stadt und Land


Feininger-Kirche in Gelmeroda

Tour: ca. 60 km / 450 Hm

• Feininger-Kirchen

• Eiermannbau in Apolda

• Bauhaustöpferei Dornburg

• Dornburger Schlösser

Vorbei an sieben Feininger-Kirchen führt der Weg nach Apolda, Dornburg und Jena. Am Weg liegen das von Egon Eiermann im Stil des Neuen Bauens gestaltete ehemalige Feuerlöschwerk in Apolda („Eiermannbau“) und die ehemalige Keramikwerkstatt des Bauhauses bei den Dornburger Schlössern. Von hier aus genießt man auch einen großartigen Blick über das Saaletal.



Tag 3 : Jena - Gera

Henry van de Velde


Ernst Abbe Denkmal in Jena, Architekt: Henry van de Velde

Tour: ca. 60 km / 450 Hm

• Bauhaus Moderne in Jena

• Walter Gropius in Jena

• Henry van de Velde in Jena

• Keramik in Bürgel

• Das frühe 20. Jhd. in Gera

• Villa Schulenburg in Gera

• Otto-Dix-Haus Gera

Von der dynamischen Entwicklung der Stadt Jena im frühen 20. Jahrhundert zeugen Werke von Theodor Fischer, Walter Gropius, Ernst Neufert und Henry van de Velde und anderen. Der ursprünglich von Hermann Henselmann (1905-95) konzipierte „Jentower“ ist ein Relikt der Städtebaupolitik der DDR.

Mitten im schönen Saale-Holzland liegt die Töpferstadt Bürgel. Seit mindestens 450 Jahren wird hier schon Keramik hergestellt. Das seit 1880 bestehende Museum zeigt, neben traditioneller Keramik, auch Arbeiten aus den Werkstätten von Henry van de Velde und des Bauhauses.

Zur Blütezeit der Stoff- und Tuchindustrie gehörte Gera zu den reichsten Städten in Deutschland. Die von Henry van de Velde gestaltete Villa Schulenburg, das Stadttheater und über 100 bedeutende Stadtvillen zeugen vom bürgerschaftlichen Kunstsinn.



Tag 4: Gera - Ronneburg - Altenburg

Neue Landschaften


Paul Klee, Die Heilige vom innern Licht,1921, im Lindenau Museum Altenburg

Tour: ca. 40 km / 300 Hm

• Dörfer im Altenburger Land

• Neue Landschaft Ronneburg

• Altenburg

• Lindenau-Museum

• Gerhard Altenbourg

Das Altenburger Land ist bekannt für seine reizvollen Dörfer und großen Vierseithöfe. Zwischen Gera und Ronneburg befand sich aber auch eines der größten Uran-Abbaugebiete der DDR. Nach der Schließung der Wismut 1990 entstand die „Neue Landschaft Ronneburg“ als ein zentrales Projekt der Bundesgartenschau 2007 und Bestandteil der Rekultivierungsmaßnahmen.

An den Uranbergbau und die Rolle der offiziellen Kunst in der DDR erinnert das jetzt in der freien Landschaft installierte Großbild „Die friedliche Nutzung der Kernenergie“ (1972-74) von Werner Petzold.

Mit Altenburg erwartet Sie eine der geschichtsträchtigsten Städte Deutschlands. Das 1845 vom Minister und Mäzen Bernhard August von Lindenau für seine Sammlungen gegründete Lindenau-Museum beherbergt neben einer großartigen Sammlung früher italienischer Malerei auch eine interessante Sammlung von Kunst des 20. Jahrhunderts und eine der weltweit größten Werkbestände des Malers Gerhard Altenbourg (1926-1989).



Tag 5: Altenburg - Leipzig

Das neue Berlin


Leipzig, Baumwollspinnerei

Tour: ca. 60 km / 170 Hm

• Leipziger Neuseenland

• Kunststadt Leipzig

• Grassi Museum

• Museum der bildenden Künste

Der Tagebau hat auch die Landschaft zwischen Altenburg und Leipzig geprägt. Seit den 90ger Jahren entstand hier, zwischen weiterhin aktiven Kohlefeldern, die Bergbaufolgelandschaft des Leipziger Neuseenlands.

Leipzig gilt als die dynamischste Stadt im mitteldeutschen Raum und als „Neues Berlin“. Eine große Tradition haben die Hochschule für Grafik und Buchkunst und die durch Maler wie Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke und Neo Rauch geprägte „Leipziger Schule“. Die Baumwollspinnerei, das Museum der bildenden Künste, das Grassi Museum und die Galerie für Zeitgenössische Kunst sind die bekanntesten Anlaufpunkte für Kunstliebhaber.



Tag 6 : Leipzig - Leuna - Halle

Die andere Tradition


Kunstmuseum Moritzburg in Halle

Tour: ca. 70 km / 230 Hm

• Schkopau

• Bad Dürrenberg

• Plasikpark Leuna

• Willi Sitte in Merseburg

• Halle-Neustadt

• Museum Moritzburg, Halle

• Burg Giebichenstein, Halle

Auf dem Weg von Leipzig nach Halle bietet der 1962 von der Galerie Moritzburg eingerichtete Plastik-Park bei Leuna einen repräsentativen Einblick in die Bildhauerkunst und die offizielle Kunstvorstellung der frühen DDR. In dem durch seinen Dom bekannten Städtchen Merseburg widmet sich seit 2006 eine Galerie dem Werk des Hallenser Malers Willi Sitte (1921-13).

Für die Arbeiter der Chemiewerke bei Leuna wurde ab 1963 unter Leitung der Richard Paulick (1903-79) Halle-Neustadt gebaut. Paulick war 1927/28 Assistent von Walter Gropius in Dessau und dort Architekt des Stahlhauses.

Das 2010 von Nieto Sobejano Arquitectos umgebaute Kunstmuseum Moritzburg gehört heute zu den schönsten Kunstmuseen Deutschlands. Seine Sammlung geht auf eine 1885 gegründete Initiative der Stadt Halle zurück. Schon früh lag hier ein Schwerpunkt der Ankaufpolitik auf der zeitgenössischen Kunst. Lyonel Feininger realisierte im Auftrag der Stadt die berühmte Serie der Halle-Bilder. Neben der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts zeigt die Moritzburg heute auch ein facettenreiches Bild der Kunstlandschaft der DDR. Seit 2004 beherbergt das Museum den bildkünstlerischen Nachlass von Einar Schleef (1944-2001).

Mit der Burg Giebichenstein entstand schon Jahre vor der Gründung des Bauhauses eine Kunstgewerbeschule, die später wegen ihrer Betonung von Handwerk und Materialbeherrschung oft als Alternative und Gegenspielerin des Bauhauses verstanden wurde. Mit dem Neubeginn des Bauhauses 1925 in Dessau wechselte eine Reihe von Bauhäuslern, darunter Gerhard Marcks, an die seit 1915 von Paul Thiersch aufgebaute Schule in Halle.



Tag 7: Halle - Dessau

Das Bauhaus in Dessau


Bauhausgebäude in Dessau

Tour A: ca. 51 km / 140 Hm (direkter Weg via Mosigkau)

Tour B: ca. 70 km / 210 Hm

(via Bitterfeld-Wolfen

38 km ab Bitterfeld / Teilstrecke Halle-Bitterfeld mit der Bahn)

• Das Bauhaus in Dessau

• Die Meisterhäuser

• Das Bauhausgebäude

• Siedlung Törten

• Kunststadt Halle

• Bitterfeld nach 1990

• Chemiestadt Wolfen

• Großer Goitzschesee

• Magdeburg

• Wittenberg

Nach Weimar ist Dessau der zweite zentrale Ort der Bauhaus-Tour. Nach dem Umzuge des Bauhauses 1925 entstanden hier mit dem Bauhausgebäude, den Meisterhäusern, dem Arbeitsamt und der Siedlung Törten berühmt gewordene Ikonen der frühen Moderne.

Die von der Chemieindustrie geprägte Region um Bitterfeld bildet den Hintergrund für den 1959 mit der 1. Bitterfelder Konferenz formulierten „Bitterfelder Weg“, kulturpolitisches Ideal und Dogma der staatlichen Kulturpolitik der 60ger Jahre.


Abreise, Verlängerung oder Rückfahrt nach Weimar

Ggf. Verlängerung in Wörlitz, Dessau, Wittenberg...



Leistungen und Details



Übernachtungen:

Sechs Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer in ausgesuchten inhabergeführten Hotels oder Pensionen.

Eintritte:

Kombikarte Moderne Weimar (Bauhaus-Museum, Neues Museum, Haus am Horn, Haus Hohe Pappeln, Nietzsche-Archiv)

Kombiticket Historische Bauten Dessau (Bauhausgebäude, Meisterhäuser, Konsumgebäude Siedlung Dessau-Törten)

Führungen:

Stadtführung per Rad "Das Bauhaus in Weimar", Freitags 16.30 Uhr, ca. 3 Std.

Info-Paket:

Detailliertes Info-Paket zur Tour

Alle notwendigen Karten im Format pdf, gps, Komoot.



Zusätzlich buchbar

Zusätzliche Übernachtung/en in Weimar, Leipzig, Halle, Dessau, Wörlitz

Gepäckshuttle

Miet-Pedelec

Ausdruck des Info-Pakets als Road-Book, geringelt

Rad & Bahn:

Im Bereich der Radreise können Fahrräder in den Regionalbahnen kostenlos mitgenommen werden. Auf vielen Strecken fahren Niederflurbahnen. So ist das Ein- und Aussteigen auch mit den etwas schwereren Pedelecs gut zu bewältigen.

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